Preiskalkulation eines Rezeptes
Mit RezeptAssist kannst du ganz einfach berechnen, wie viel ein Produkt in der Herstellung kostet – inklusive Arbeitskosten, Rohmaterialien, Retouren, Mehrwertsteuer und mehr.
Voraussetzungen für eine korrekte Preiskalkulation
Damit die Preiskalkulation im RezeptAssist stimmt, sollten folgende Punkte korrekt gepflegt sein:
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Rohstoffpreise
Aktuelle Einkaufspreise und richtige Mengeneinheiten -
Rezepte
Vollständig und korrekt erfasst -
Rezeptgewicht, Stückzahlen und Verluste
Entscheidend für die Kosten pro Stück, pro KG -
Arbeitstarife
Kosten pro Minute oder Stunde je Abteilung -
Arbeitsschritte
Zeitaufwand, Tarif und Mitarbeiteranzahl pro Rezept -
Zusätzliche Kosten
Zuschläge für z. B. Energie, Verpackung und Betriebskosten
👉 Nur wenn diese Grundlagen stimmen, ist die Preiskalkulation zuverlässig und aussagekräftig.
So funktioniert die Preiskalkulation
Öffne das gewünschte Rezept und gehe zu:
Rezept → Preiskalkulation

1️⃣ Arbeitsschritte
Hier erfasst du alle Arbeitsschritte, die zur Herstellung des Rezepts nötig sind, inklusive:
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Zeitaufwand
-
Arbeitstarif
📌 Wichtig:
Die Angaben beziehen sich immer auf das gesamte Rezeptgewicht, nicht auf ein einzelnes Stück.
🔗 Mehr dazu:
Wie kann ich die Arbeitsschritte und Arbeitstarife für die Preiskalkulation im Rezept hinzufügen?
2️⃣ Gesamtpreis (Rohstoffkosten, Arbeitskosten, Zusatzkosten)
Der Gesamtpreis wird automatisch vom System berechnet.
Folgende Kosten sind enthalten:
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Rohmaterialien
→ Kosten aller Zutaten -
Arbeit
→ basierend auf den hinterlegten Arbeitsschritten -
Zusätzliche Kosten
→ Grundkosten-Zuschlag in % -
Retouren
→ prozentualer Anteil nicht verkaufter Ware -
MwSt.
→ Mehrwertsteuer in Prozent
🔗 Mehr dazu:
Was bedeuten die Zusatzkosten im Rezept und wie werden diese kalkuliert?
3️⃣ Deckungsbeitrag & Rohertrag
Sobald du den Verkaufspreis brutto pro Stück eingibst, berechnet der RezeptAssist automatisch:
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Rohertrag
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Deckungsbeitrag
- Profit
So siehst du sofort, wie rentabel dein Rezept ist.

💡 Zur besseren Einordnung helfen diese Formeln:
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Deckungsbeitrag = a1 (Verkaufspreis) − a2 (Arbeitskosten)
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Rohertrag = a1(Verkaufspreis) − a3 (Rohmaterialkosten)
👉 Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel nach Abzug der Arbeitskosten zur Deckung der Fixkosten und für den Gewinn bleibt.
👉 Der Rohertrag zeigt, wie viel nach Abzug der Rohmaterialkosten vom Verkaufspreis übrig bleibt.

4️⃣ Profit zeigt dir, ob dein Produkt rentabel ist.
⚠️ Achte darauf:
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Der Profit sollte nicht negativ sein
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Ist er negativ, überprüfe:
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Rohstoffpreise
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Arbeitsschritte
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Verkaufspreis
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Allgemeine Richtwerte für den Profit (Rohertrag / Gewinnspanne)
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Bäckereien & Konditoreien (Handwerk)
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Typische Rohertragsmarge: 60–70 % auf den Verkaufspreis.
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Nach Abzug von Personalkosten, Miete, Energie usw. bleibt oft ein Netto-Gewinn von 5–10 %.
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Einzelhandel (Lebensmittel allgemein)
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Geringere Margen, meist 20–40 % Bruttomarge.
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Endprofit oft nur 2–5 %.
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Gastronomie (Café, Bistro)
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Getränke: 70–80 % Marge (sehr profitabel).
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Speisen: 60–70 % Marge.
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Netto-Gewinn nach Fixkosten: meist 5–15 %.
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